Logo

Mit Rad und Wanderschuh

www.rad-und-wandern.de

Home/Tourauswahl Inhaltsverzeichnis Gästebuch Kontakt Impressum Links Weilburg-Site

Valid XHTML 1.0!

Schwarzwaldwoche

Wanderung Ravennaschlucht
Ravennaschlucht-Breitnau

2005-09-08, Donnerstag
Ravennaschlucht-Breitnau

Foto, Eisenbahnviadukt über die Ravennaschlucht

Eisenbahnviadukt über die Ravennaschlucht

Für heute hatten Joachim und ich uns auf eine wesentlich kürzere Wanderung als die gestrige geeinigt: Die kurze Tour sollte durch die Ravennaschlucht am Beginn des Höllentals führen und dann in einem Bogen über den Ort Breitnau wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Dieser Ausgangspunkt war das Hofgut Sternen im Höllental, unmittelbar am Zugang in die Ravennaschlucht gelegen. Da sich das Wetter wieder von seiner besten Seite zeigte und die Tour keine Ganztageswanderung werden sollte, verzichtete ich ausnahmsweise auf meinen Rucksack und trug nur meinen Fotoapparat und in der Hosentasche einen Müsliriegel und eine Miniwasserflasche mit mir, als wir um 10.00 Uhr am Parkplatz loszogen.

Gleich am Wegbeginn unterquerten wir das beeindruckende Eisenbahnviadukt, die Ravennabrücke. 1928/29 wurde dieses vollständig gemauerte Viadukt errichtet, seine größte Höhe beträgt 36 m. Wenige Meter weiter passierten wir den Standort des alten Viadukts, erbaut 1885. Dann kam der kleine Ravennaweiher und danach begann der Schluchtabschnitt, durch den der Ravennabach zu Tal stürzt. Über Felsen rauscht das Wasser in Kaskaden hinunter, sammelt sich dann wieder hinter aufgeschwemmtem Geröll und hemmenden Baumstämmen, bevor es in einem Wasserfall eine weitere Stufe talwärts strömt. Exponierte Stellen sind durch Leitern und Treppenstücke begehbar gemacht oder umrunden eine Felswand auf Eisenträgern. Breiter und bequemer wird der Weg nach der 1883 erbauten Großjockenmühle, deren Dachüberstand bei der Restaurierung verbreitet wurde, um bei schlechtem Wetter Wanderern besseren Schutz zu bieten.

Foto, Ravenna-Wasserfall

Ravenna-Wasserfall

Der Weg entlang am Wasser und durch die Schlucht endete abrupt am Waldrand, an den sich ein kleines sonnenbeschienenes Tal anschloss, rings vom Wald umgeben. Am Weg steht die Löffelschmiede, eine idyllisch gelegene Raststation, die für uns aber viel zu früh kam.

Wir bogen kurz nach der Löffelschmiede nach links auf einen am Waldrand aufwärts ziehenden Pfad in Richtung Piketfelsen ab. Im schattigen Wald ging es bequem zum hoch über dem Höllental gelegenen Aussichtsfelsen, von dem aus wir auch unser gestriges Ziel nochmals in Augenschein nehmen konnten. Der Weiterweg führte noch eine Strecke entlang eines idyllischen Waldpfads, um dann auf breitem Weg durch die sonnenbeschienene freie Wiesen- und Felderlandschaft auf Breitnau zuzuführen. Vom Kirchturm hallte uns das 12-Uhr-Läuten entgegen, als wir den Außenrand des Ortes erreichten.

Die bisher tadellose Beschilderung verließ uns hier - oder wir hatten einen Hinweis übersehen. Wir schlugen deshalb am Erholungs- und Gästehaus der BASF den nach Süden führenden Mooswaldweg ein und folgten ihm eine gute halbe Stunde. Dann veranlassten uns dessen Richtungsänderungen aber zu einem Querfeldeinmarsch, der uns tatsächlich auf einen Wanderweg brachte, der wie gewünscht zur oberen Ravennaschlucht führte.  Von hier ging es nun wieder in das kleine Tal, an dessen südlichem Ende wir am Morgen bei der Löffelschmiede abgebogen waren. Jetzt fanden wir hier auf einem Stapel Fichtenstämmen ein sonniges Plätzchen zur Rast, während der ich sogar für einige Minuten selig einschlummerte.

Foto, Breitnau

Breitnau

Aufgeheizt von der Mittagssonne traten wir dann wieder den schattigen Rückweg durch die wasserfeuchte Ravennaschlucht an, nun bergab. Leider war der Weg abwärts noch schneller zu Ende, als beim Aufstieg am Morgen und so waren wir schon vier Stunden nach unserem Wegmarsch wieder am Wagen.

Den angebrochenen Nachmittag nutzten wir für einen Abstecher zum Titisee, an den uns die Rückfahrt nach Titisee-Neustadt ohnehin fast führte. Die Suche nach einem Parkplatz ähnelte derjenigen in der City einer Großstadt. Dann ließen wir uns von den Touristenscharen die Flaniermeile zum See treiben und schwankten zwischen einem Spaziergang um den See und Kaffee und Kuchen. Schließlich entschieden wir uns für den Spaziergang, kehrten jedoch kurz darauf um, da wir dachten es wäre die Uferseite, an der auch die Bundesstraße entlangführte und diesen Weg wollten wir uns nicht antun. Dann lieber Kaffee und Kuchen, die Beine unter den Tisch ausstrecken und spazieren "sehen". Lange hielt diese Ruhepause bei uns allerdings auch nicht an und so liefen wir doch noch ein kurzes Stück entlang des Ufers, bevor wir dem Trubel in Titisee endgültig Ade sagten und uns auf den Weg zur Jugendherberge machten.

Foto, Rast an der Löffelschmiede Foto, Rast an der Löffelschmiede

Rast an der Löffelschmiede