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Radwanderung
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Kiel-Schleswig

Blick zur Ostsee bei Hohenhain

Blick zur Ostsee bei Hohenhain

2008-05-18, Sonntag
Kiel-Schleswig

Voller Freude sahen wir den Himmel an diesem Morgen nicht wieder mit den dunklen Regenwolken wie am Vortag, sondern sondern in makellosem Blau, was uns das Aufstehen um vieles erleichterte. Die Stadt Schleswig war das Ziel dieses Tages und als wir kurz nach 09.00 Uhr starteten, lagen bis dorthin 74 km vor uns.

Die aus der Stadt Kiel führende Strecke bis zum Nord-Ostsee-Kanal entlang der Hafenanlagen und Kieler Förde kannten wir von unserem gestrigen Radausflug. Auch dieses Mal war es ein Taxi mit Fahrradanhänger, das uns zum Nordufer des Kanals brachte, von wo wir den Weg Richtung Schilksee einschlugen. Wie auf den bisherigen Streckenabschnitten des Ostseeküsten-Radwegs war auch heute keine entsprechende Routenkennzeichnung zu entdecken, wenigstens aber war Schilksee auf den Wegweisern angegeben. Leider verlief die Radroute nicht entlang der Küste, sondern abseits der See über Nebenstraßen. Dadurch war die Strecke zwar überall asphaltiert und wegen des fast nicht vorhandenen Autoverkehrs auch angenehm zu fahren, aber wir hätten uns doch öfters einen Blick zur Küste gewünscht.

An der Küste vor Kronshörn

An der Küste vor Kronshörn

Erst als die Strecke am Beginn der Eckernförder Bucht nach Westen abbog, geriet die Ostsee endlich wieder in unser Blickfeld, für unseren Geschmack aber immer noch zu weit entfernt. Bei Surendorf bogen wir deshalb kurzerhand zur Küste ab und hofften, wenigstens eine Teilstrecke mit Blick zur Ostsee fahren zu können. Wir erreichten den Strand an einer ehemaligen Torpedo-Versuchsanlage, den erhofften küstennahen Weiterweg schien es aber nicht zu geben. Wir fanden diesen dann aber doch in Gestalt eines fast abenteuerlichen Fußpfades an der Steilküste, den wir allerdings nur erreichten, nachdem wir unsere Räder über die vom Strand aufwärts führende Treppe nach oben getragen hatten. Die Anstrengung aber lohnte sich und auf dem anschließenden Fußpfad hatten wir herrliche Blicke zum Strand und zur See.

Es war nur eine kurze Wegstrecke, die wir im Schritttempo über diesen Küstenpfad zurücklegten, doch als wir in Krumshörn wieder auf den regulären Radweg abbogen, waren wir froh diese kurze Variante gewählt zu haben, denn nun wurden die Aussichten zur Ostsee wieder rar und sie kehrte erst wieder ins Blickfeld zurück, als wir Eckernförde erreichten. Das war gegen 13.00 Uhr und somit die passende Zeit für eine Kaffeepause.

Von Eckernförde nach Schleswig

Von Eckernförde nach Schleswig

Eine Stunde später stiegen wir wieder auf die Fahrradsättel und starteten das letzte  Teilstück dieses Tages nach Schleswig. Streckenweise wurde die Route über nicht asphaltierte Forstwege und Nebenstrecken geführt und wenn auch die Hüttener Berge keineswegs echte Berge sind, war doch zu spüren, wenn ab und an die Horizontale verlassen wurde. Keine drei Stunden nachdem wir Eckernförde verlassen hatten sahen wir Schleswig am gegenüberliegenden Schleiufer vor uns. Da der bisher so sonnige Himmel mittlerweile dunkel und Wolken verhangen war, traten wir kräftig in die Pedalen, um das letzte Stück zur Jugendherberge schnellstens hinter uns zu bringen. Pünktlich zur Öffnungszeit der Anmeldung um 17.00 Uhr trafen wir ein und konnten ein Vierbettzimmer beziehen, in dem wir aber unter uns blieben. Wie üblich beeilten wir uns mit Duschen und Umziehen, damit wir noch einen Rundgang durch die Stadt unternehmen konnten.

Wider Erwarten hatten sich die Schauerwolken verzogen, ohne ihre nasse Fracht abzuladen. So konnten wir in Ruhe die Stadt durchwandern, die bei mir, trotz der zur Zeit dort stattfindenden Landesgartenschau, einen sehr ruhigen und fast dörflichen  Eindruck machte. Uns stand allerdings ohnehin der Sinn nicht nach Trubel, mit einem guten Abendessen und gepflegtem Bier - beides hatten wir bekommen - waren wir zufrieden. Entscheiden mussten wir noch die Fahrtstrecke des nächsten Tages, an dem wir Flensburg erreichen wollten.