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Spreewaldwoche

Radtour Lübben-Schwielochsee-Schlepzig-Lübben


Radroute 690134 - powered by Bikemap 

2010-08-06, Freitag
Radtour Lübben-Schwielochsee-Schlepzig-Lübben

Heute war der letzte Tag unseres Kurzaufenthalts im Spreewald. Am Vorabend hatten wir uns entschlossen, auch den letzten Aufenthaltstag zu einer Radtour zu nutzen. In der vergangenen Nacht hatte es kräftig geregnet und auch der heutige Morgen war noch grau und der Himmel wolkenverhangen. Immerhin aber hatte der Regen aufgehört, als wir kurz nach 09:00 Uhr losradelten und wir hofften, dass dass sich das Wetter im Tagesverlauf weiter bessern würde.

Ohne große Diskussionen hatten wir uns nach einem Blick auf die Karte für den Schwielochsee als Ziel der Radtour entschieden. Eine umfangreiche Streckenauswahl für die Fahrt dorthin machten wir auf der Karte nicht aus, es blieb eigentlich nur ein Streckenverlauf über den Briesener See nach Groß Leine und Siegadel zum Schwielochsee.

Bei unseren Touren an den vorangegangenen Tagen hatten wir Dank der überwiegend guten Beschilderung keine Probleme mit der Wegsuche gehabt. An diesem Morgen aber dauerte es eine ganze Weile, bis wir den Zugangsweg für die Strecke in Richtung Briesener See fanden. Dann aber war die Streckenführung -vorerst- kein Problem mehr. Allerdings verlief die Strecke nur auf Waldwirtschaftswegen, die nur streckenweise mit Schotter befestigt waren. Meist waren die Wege unbefestigt und vor allem dort, wo Forstfahrzeuge die sandigen Wegstrecken befahren hatten, war das Vorankommen mit den Rädern im lockeren Sand mühsam. Besonders das Streckenstück zwischen Barbassee und Groß Leine  hatte es in sich, auch deshalb, weil wir schon lange kein Hinweisschild gesehen hatten und uns deshalb unsicher waren ob der richtigen Route.

In der Hoffnung, noch auf dem richtigen Weg zu sein, kämpften wir uns die ewig langen Sandwege in den Kiefernwäldern weiter. Dass sich die Sonne seit unserer Abfahrt hinter dichter Bewölkung verborgen hielt war uns ganz recht, zumindest solange die Wolken auch den Regen bei sich behielten. Als wir Groß Leipe erreichten, lagen die zwar schönen, aber doch mühsam zu fahrenden Sandwege hinter uns und und wir radelten zügig auf der kaum von Fahrzeugen frequentierten Landstraße auf die kleine Gemeinde Goyatz am Schwielochsee zu.

Der gepflegte Rasenstreifen am Ufer lud uns mit einer Bank zur kurzen Rast ein. Und passend dazu schien auch die Sonne, wenn sich auch von Süden her eine dichte schwarze Wolkenwand auszubreiten schien. Gar zu lange streckten wir deshalb die beine nicht von uns, sondern schwangen uns wieder auf die Räder, um nun den Groß Leuthener See anzusteuern.

Durch die Landstraße über Guhlen, Neukrug und Leibchel war die Strecke deutlich vorgegeben und wir konnten flott die wenigen Kilometer zurücklegen. Ein kurzer Abstecher brachte uns an den See bei Klein Leuthen und auf einem Rundweg entlang des Seeufers radelten wir von dort nach Groß Leuthen. Hier fanden wir unmittelbar am Ufer des Groß Leuthener Sees ein Restaurant und da die Zeit, es war kurz vor 13:00 Uhr, gerade für eine Mittagspause passte, beschlossen wir dort eine Pause einzulegen.

Was das Wetter betraf, waren hatten wir während des bisherigen Tagesverlaufs von Regen verschont geblieben. Hin und wieder hatte sogar die Sonne eine Lücke im Einheitsgrau des Himmels entdeckt und die öfters aufziehenden schwarzen Regenfronten waren bisher in weiter Entfernung von uns vorübergezogen. Langsam aber schienen sich die Regenwolken auch weiter in unsere Richtung zu verschieben und so dehnten wir die Pause nicht gar zu sehr aus und machten uns bald auf zum nächsten Etappenziel, dem uns schon gut bekannten Ort Schlepzig.

Wir folgten ab dem Groß Leuthener See dem nach Westen verlaufenden Gurkenradweg, der auf der Landstraße über Krugau und Dürrenhofen nach Schlepzig führt. Auch auf dieser Straßenstrecke begegneten uns nur wenige Autos, sodass wir entspannt die Strecke abradeln konnten. In Schlepzig hatten sich die drohenden Wolkenbänke wieder verzogen und wir ließen uns von der Ruhebank an der Schlepziger Schleuse noch einmal zu einer kurzen Rast verführen. Besser aber wäre es gewesen, wir hätten die Wegstrecke nach Lübben ohne Aufenthalt unter die Räder genommen.

Als wir aufbrachen, hatte sich von Westen her der Himmel so verdunkelt, als sei es schon späte Abendstunde. Wir konnten nur hoffen, dass der jetzt sicher scheinende Regenguss uns noch Zeit genug ließ, um Lübben trocken zu erreichen. So spurteten wir die uns bekannte Radstrecke südwärts, vorbei an den ersten Fischzuchtanlagen. Wir schafften aber nur die Hälfte der Strecke, dann hatte die Regenfront uns erreicht. Es reichte noch um die Regenjacken überzuziehen, aber dann verströmten die Wolken ihre nasse Fracht auf uns. Leider gab es auf diesem Streckenabschnitt auch keine Unterstellmöglichkeit und so blieb uns nichts anderes, als mit nochmals erhöhtem Tempo weiterzuradeln. Lange dauerte der Regenguss nicht, gerade solange, dass wir ordentlich durchnässt wurden und die letzten Regentropfen fielen, kurz bevor wir unsere Unterkunft erreichten.